Zwei Dinge werden hier durcheinandergebracht. Das Volumen zählt, wie viel den Besitzer gewechselt hat; die Tiefe zählt, wie viel gerade zum Handel bereitsteht, und die Tiefe ist es, die Ihre Ausführung schützt. Ein nützlicher Näherungswert ist die Lücke zwischen dem besten Kauf- und dem besten Verkaufspreis im Orderbuch: breite Spreads und spärliche Orders auf beiden Seiten davon signalisieren, dass der Markt dünn ist.
Die Kosten der Dünnheit haben einen Namen. Slippage ist die Differenz zwischen dem Preis, den Sie erwartet haben, und dem Preis, den Sie erhalten haben, und sie wächst mit der Größe Ihrer Order im Verhältnis zur verfügbaren Tiefe. Deshalb kann ein Token in kleinen Mengen vollkommen handelbar aussehen und trotzdem teuer werden, um es in nennenswerter Größe zu verlassen, und deshalb lassen Börsen Sie eine maximale Toleranz einstellen, bevor ein Handel durchgeht.
Auf dezentralen Börsen unterscheidet sich die Mechanik, aber das Prinzip überlebt. Statt Orders zusammenzuführen, laufen Trades gegen einen von Einzahlern finanzierten Liquiditätspool, und eine Formel legt den Preis aus dem Verhältnis der Vermögenswerte im Pool fest. Ein größerer Pool absorbiert einen gegebenen Handel mit weniger Preiseinfluss. Ein kleiner bewegt sich stark, was genau dasselbe Problem in anderer Verkleidung ist.
Der wichtigste Vorbehalt ist, dass Liquidität keine feste Eigenschaft ist. Sie ist am tiefsten, wenn niemand sie braucht, und am dünnsten während des Stresses, wenn alle sie brauchen, weil Market Maker ihre Spreads ausweiten oder sich zurückziehen, sobald das Risiko steigt. Gemeldetes Volumen kann zudem von Konten erzeugt werden, die mit sich selbst handeln, sodass geschäftig aussehende Zahlen kein Beweis dafür sind, dass Sie tatsächlich verkaufen könnten.
DeFi-Grundlagen und Risiken
Das Wichtigste in Kürze
- Die Tiefe im Orderbuch, nicht das Schlagzeilenvolumen, entscheidet, was die Ausführung Ihrer Order tatsächlich kostet.
- Liquidität neigt dazu, genau dann zu verschwinden, wenn Märkte unter Stress stehen und Ausstiege am meisten gewünscht sind.
- Derselbe Vermögenswert kann bei kleiner Größe liquide sein und bei großer Größe effektiv illiquide, skalieren Sie die Frage also auf Ihre eigene Order.
Liquidität — häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich vor dem Handel, ob ein Markt liquide ist?
Schauen Sie sich das Orderbuch an statt die Volumenzahl: Prüfen Sie den Spread zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufspreis und wie viel Größe innerhalb geringen Abstands vom aktuellen Preis gestapelt ist. Bei einer dezentralen Börse prüfen Sie die Größe des Pools im Verhältnis zu Ihrem geplanten Trade. Den Trade in der Oberfläche zu simulieren zeigt meist direkt den geschätzten Preiseinfluss.
Bedeutet hohes Handelsvolumen immer gute Liquidität?
Nein. Volumen ist eine Aufzeichnung vergangener Aktivität und kann durch Wash-Trading oder einen einzelnen Umsatzausbruch aufgebläht sein, während es bei Liquidität um die gerade jetzt stehenden Orders geht. Ein Markt kann ein großes Tagesvolumen ausweisen und zwischen den Ausbrüchen trotzdem ein dünnes Orderbuch haben. Die Tiefe in dem Moment, in dem Sie handeln wollen, ist das, was Ihr Ergebnis bestimmt.
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