Die Rechnung ist einfach: Bitcoins Marktkapitalisierung geteilt durch die Marktkapitalisierung aller erfassten Coins, dargestellt als Prozentsatz. Beide Hälften dieses Bruchs bewegen sich ständig, und das ist das Erste, was Menschen übersehen. Die Dominanz kann steigen, während Bitcoins Preis fällt, sofern alles andere stärker fällt, und sie kann in einer starken Woche für Bitcoin nachgeben, wenn kleinere Vermögenswerte noch heißer laufen. Es ist ein Verhältnis, und Verhältnisse haben zwei bewegliche Teile.
Der Nenner verdient Skepsis. Er hängt davon ab, welche Vermögenswerte ein Datenanbieter erfasst, wie er den zirkulierenden Umlauf bei Token mit großen gesperrten oder vom Team gehaltenen Anteilen behandelt, und ob Stablecoins überhaupt mitgezählt werden. Zwei Seiten können aus demselben Tag aus vollkommen legitimen Gründen merklich unterschiedliche Dominanzwerte veröffentlichen. Bevor Sie viel in eine kleine Bewegung hineinlesen, prüfen Sie, was die Quelle tatsächlich misst — die Zahlen auf den Marktdatenseiten beruhen immer auf einer bestimmten Methodik.
Händler behandeln die Dominanz oft als Stimmungsindikator: steigende Dominanz wird als Geld gelesen, das sich im größten Vermögenswert bündelt, fallende als Appetit, der sich nach außen ausbreitet. Diese Deutung beschreibt, was bereits geschehen ist, und ist kein Signal für das, was kommt. Hinter jedem gegebenen Niveau liegen lange Abschnitte Geschichte, und keine Schwelle hat eine mechanische Bedeutung. Nutzen Sie sie, um die Gestalt einer Bewegung zu verstehen, nicht um eine vorherzusagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Dominanz ist ein Verhältnis, sie kann sich also stark bewegen, selbst wenn sich Bitcoins eigener Preis kaum ändert.
- Verschiedene Datenanbieter berücksichtigen unterschiedliche Vermögenswerte und Angebotszahlen, weshalb ihre Dominanzwerte selten exakt übereinstimmen.
- Eine steigende oder fallende Dominanzlinie erklärt, wie der Markt heute verteilt ist, und enthält keinerlei Prognose.
Bitcoin-Dominanz — häufig gestellte Fragen
Bedeutet eine fallende Bitcoin-Dominanz, dass Altcoins der bessere Kauf sind?
Nein. Fallende Dominanz sagt Ihnen nur, dass andere Vermögenswerte als Bitcoin über einen Zeitraum relativ zu ihm an Boden gewonnen haben. Sie sagt nichts über die Qualität, das Risiko oder die künftige Richtung eines einzelnen Tokens, und sie wird im Nachhinein gemessen. Viele Coins sind in einer Phase fallender Dominanz gestiegen und haben später alles wieder abgegeben. Behandeln Sie sie als Beschreibung, niemals als Empfehlung.
Sollten Stablecoins in die Dominanzberechnung einbezogen werden?
Es gibt keine einzig richtige Antwort, und genau deshalb unterscheiden sich die Methodiken. Sie einzubeziehen bedeutet, dass eine Flucht in Stablecoins Bitcoins Dominanz rechnerisch erhöht, ohne dass irgendjemand Bitcoin kauft. Sie auszuschließen beseitigt diese Verzerrung, ignoriert aber einen großen, tatsächlich gehaltenen Teil des Marktes. Der praktische Rat lautet: Prüfen Sie, wie Ihre gewählte Quelle damit umgeht, bevor Sie deren Zahlen mit denen anderer vergleichen.
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