Jeder vollständige Node in einem Netzwerk führt dasselbe Register, aber rohe Registerdaten sind für einen Menschen nicht im Entferntesten lesbar. Ein Explorer setzt auf einem Node auf, indexiert alles, was er sieht, in eine durchsuchbare Datenbank und stellt das Ergebnis als gewöhnliche Webseiten dar. Das ist der ganze Trick. Es ist kein privilegierter Zugang im Spiel, nur ein freundlicheres Fenster auf Aufzeichnungen, die das Netzwerk ohnehin jedem veröffentlicht, der danach fragt.
Die meisten Menschen begegnen einem Explorer, wenn eine Überweisung festzuhängen scheint. Fügen Sie die Transaktions-ID ein, die Ihnen Ihre Wallet oder Börse gegeben hat, und Sie sehen, ob das Netzwerk sie überhaupt hat, welche Gebühr angehängt war und wie viele Bestätigungen sie gesammelt hat, seit sie in einen Block geschrieben wurde. Diese eine Prüfung beantwortet die häufigste Panik in der Krypto-Welt, meist innerhalb von Sekunden. Unsere Anleitung zum Abziehen von Krypto von einer Börse stützt sich genau an dieser Stelle auf einen Explorer.
Zwei Dinge bringen Einsteiger zuverlässig ins Straucheln. Erstens ist ein Explorer ein Betrachter, nicht die Kette selbst; wenn Ihre Transaktion nirgends zu finden ist, schauen Sie oft in den Explorer des falschen Netzwerks, oder die Transaktion wurde von vornherein nie gesendet. Zweitens werden die freundlichen Bezeichnungen neben Adressen von den Mitarbeitern der Seite oder ihren Nutzern hinzugefügt. Das sind fundierte Vermutungen, keine Tatsachen, die ins Register gestempelt wurden, und sie können veraltet oder schlicht falsch sein.
Die Kehrseite dieser ganzen Offenheit ist es wert, dass man kurz innehält. Alles on-chain ist dauerhaft öffentlich, sodass jeder, der eine Ihrer Adressen erfährt, deren gesamte Historie lesen und dem Geld nach außen folgen kann. Adressen sind pseudonym, nicht anonym, und dieser Unterschied wird in dem Moment wichtig, in dem eine Adresse jemals mit Ihrem Namen verknüpft wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Transaktions-ID in einem Explorer zu prüfen ist der schnellste Weg, um festzustellen, ob eine Überweisung wirklich festhängt oder einfach nur auf weitere Bestätigungen wartet.
- Jedes Netzwerk hat eigene Explorer, sodass eine scheinbar verschwundene Transaktion häufig nur auf der falschen Kette gesucht wird.
- Adressbezeichnungen, Tags und Firmennamen, die Explorer anzeigen, sind von Menschen hinzugefügte Deutungen und sollten nie als geprüfte Tatsache behandelt werden.
Block Explorer — häufig gestellte Fragen
Brauche ich ein Konto, um einen Block Explorer zu nutzen?
Nein. Öffentliche Blockchain-Daten sind offen, sodass Explorer Sie Transaktionen, Adressen und Blöcke durchsuchen lassen, ohne dass Sie sich für irgendetwas anmelden. Manche Explorer bieten optionale Konten für Extras wie gespeicherte Adressen, Benachrichtigungen oder Entwickler-API-Schlüssel, aber die eigentliche Abfrage ist kostenlos und anonym. Sie sollten niemals eine Wallet verbinden oder eine Seed-Phrase eingeben müssen, nur um etwas nachzuschlagen.
Kann ein Block Explorer verraten, wer ich bin?
Nicht von allein. Ein Explorer zeigt Adressen und Beträge, keine Namen. Aber diese Aufzeichnungen sind dauerhaft und öffentlich: Wird eine Adresse jemals mit Ihrer Identität verknüpft, wird alles, was sie je getan hat, daneben lesbar. Eine einzige Adresse für alles wiederzuverwenden macht diese Verknüpfung deutlich leichter, weshalb viele Wallets jedes Mal eine frische Empfangsadresse erzeugen.
Neu bei Krypto oder Lücken zu füllen? Arbeiten Sie die Grundlagen in Learn durch, stöbern Sie durch alle Begriffe A–Z oder sehen Sie sich die Live-Preise der Coins an, die diese Konzepte antreiben.